Feier zur Eröffnung des Goethe-Gymnasiums am Standort Gorkistraße

Am 16. August 2017 wurde die offizielle Eröffnung unseres Gymnasiums am neuen Standort feierlich begangen und wir freuten uns sehr, zu diesem Anlass viele Vertreter aus Politik und Verwaltung, viele Bauplaner und Bauausführer sowie unsere Nachbarn und auch unsere Nachbarschulen begrüßen zu dürfen. Der Eröffnungstag war für uns alle ein wichtiger und sehr aufregender Tag, denn er bedeutete unter anderem für all die Vertreter der Bauplanung und -ausführung das Ende eines gut dreieinhalbjährigen Zeitraums mit einem tollen Ergebnis.
Dank der Arbeit der Architekten, Bauplaner, Handwerker, des Amtes für Gebäudemanagements (AGM) und des Amtes für Jugend, Familie und Bildung (AfJFB) und vielen weiteren sind aus alten, verfallen wirkenden Bauten helle und freundliche Schulhäuser geworden. Für die Schüler, Eltern und Lehrer geht nun die Zeit des Interims zu Ende und sie können das neue Schmuckstück in Schönefeld in Besitz nehmen. „Vielen Dank dafür!“ – in seinem Grußwort sprach unser Schulleiter allen Unterstützern und Wegbegleitern seinen Dank aus.
Jetzt folgen neue Etappen in der Entwicklung unserer Schule, und diese werden sicher genauso spannend wie die bisherigen. Und: Der moderne Schulstandort bietet gute Voraussetzungen für einen Erfolg. Auf dem Weg in die neuen Gebäude hat die Schule viele meist verlässliche Partner und eine gute Unterstützung erlebt, beispielsweise:

  • Der Förderverein und die Nachbarn schauten kritisch aber hilfreich auf das Projekt „Gymnasium in Schönefeld“.
  • Die Architekten und Bauleiter gaben viele Gelegenheiten, den Baufortschritt zu sehen und unsere Fragen und Ideen einfließen zu lassen.
  • Die Vertreter des Schulträgers und der Schulverwaltung hatten oft ein offenes Ohr für unsere Bedürfnisse.
  • Die Schulleitung und die Kollegen des Brockhaus-Gymnasiums standen immer hilfreich zur Seite.
  • Die Eltern und Schüler identifizierten sich meist schnell mit ihrer Schule und brachten sich ins tägliche Schulleben vielfältig ein.
Und schließlich hatten die Lehrer viele Ideen, brachten viel Engagement, aber auch viel Langmut auf, wenn es etwas langsamer als gedacht vorwärts ging oder wenn Provisorien etwas länger anhielten.
Natürlich gab es auch einige Dinge, die nicht gut liefen, Frust erzeugten und am rechtzeitigen Gelingen zweifeln ließen. Aber so ist das reale Leben. Und so gilt es sich auch zukünftig solchen Herausforderungen zu stellen. Ein fester Blick aufs Ziel, Ideen, Engagement und Humor können dann sehr hilfreich sein.
Allen Beteiligten gilt ein herzlicher Dank für ihr Tun. Daran sollte auch in Zukunft angeknüpft werden, um den kommenden Herausforderungen als ein wachsendes Gymnasium gewachsen zu sein. Wir sind zuversichtlich, dass dies gemeinsam gelingt!
Vor drei Jahren belebten vier Stammlehrer und 50 Schüler unser Interimsgebäude in der Löbauer Straße. Tatkräftige Unterstützung fanden sie durch unsere damalige „Mutterschule“, das Brockhaus-Gymnasium. Immer mit dem Ziel vor Augen, in Leipzig-Schönefeld ein neues Gymnasium aufzubauen. Trotzdem waren viele skeptisch, ob dieser Standort geeignet sei. Sicher waren viele Bedenken nicht so einfach von der Hand zu weisen. Blickt man jedoch auf den heutigen Stand, dann war die damalige Entscheidung richtig. Nun ist es Anliegen der Schulgemeinschaft, die Entwicklung unseres Gymnasiums weiter voranzutreiben.
Mit den vier neuen Häusern bekam die Schule natürlich auch einen neuen Namen: Goethe-Gymnasium der Stadt Leipzig. Ein Name, der bei unseren Schülern sofort sehr gut ankam und der sie stolz macht – im Prozess der Namensfindung hatte sich schnell unter Schülern, Eltern und Lehrern der Vorschlag durchgesetzt, eine Goethe-Schule zu werden. Dieser Namenspatron schien allen gut geeignet, denn er verkörpert Humanismus und die Vielfalt und Tiefe einer breiten Allgemeinbildung. Damit hat sich unsere Schule etwas sehr Anspruchsvolles „aufgebürdet“. Aber auch hier sind wir optimistisch, dass wir diesem Anspruch gerecht werden können.
Als Goethe in Leipzig weilte, war er ein junger Mann mit großer Wissbegierde und so manchen Flausen im Kopf. Er hat die Chancen der Stadt genutzt. „Leipzig bildet seine Leute“ heißt es augenzwinkernd beim großen Dichter. Und später ernsthafter: „Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, der täglich sie erobern muss.“
Es ist hoffentlich nicht zu vermessen, wenn auch wir als Schule anstreben, unsere Schülerinnen und Schüler zu bilden bzw. ihnen die Chance dazu zu geben. Und vielleicht blickt eines Tages ein kleiner Goethe wohlwollend auf seine Schulzeit bei uns zurück.
Zum Schluss sei allen Anwesenden für ihr Engagement an unserer Schule gedankt. Getreu dem Motto VONEINANDER – FÜREINANDER – MITEINANDER wollen alle zukünftig gemeinsam für eine erfolgreiche Schule wirken. Wir hoffen, alle bleiben uns gewogen!
Vielen Dank.
Mario Coccejus
Schulleiter

Autor: M. Coccejus

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Author: Fr. Küttner