Der unsichtbare Mann und sein Haustier

Es war einmal ein Mann. Er war sehr klein und er war unsichtbar. Der Mann hatte auch ein Haustier. Es war ein Pinguin, der Polly hieß.

Ich werde euch erzählen, wie die beiden zusammengekommen sind:

Früher war der Mann ein Wissenschaftler. Er beschäftigte sich viel mit Fröschen. Sein Lieblingstier war der Glasfrosch. Ein Glasfrosch ist ein Frosch, der eine durchsichtige, fast unsichtbare Haut hat. Der Mann träumt schon lange davon, ein Pulver zu erfinden, dass ihn selbst unsichtbar macht.

Es dauerte drei Jahre, dieses Pulver zu entwickeln. Aber die Arbeit hatte sich gelohnt: Sein Traum wurde wahr. Der Mann probierte das Pulver gleich aus. Leider passierte nichts. Traurig legte sich der Wissenschaftler schlafen.

Als er am nächsten Morgen aufwachte und in den Spiegel sah, war er unsichtbar. Er donnerte ein Freudengeschrei aus sich heraus.
Aber mit der Zeit merkte er dann, dass unsichtbar zu sein, gar nicht schön war, weil ihn dann keiner mehr beachtete. Der Mann besaß kein Gegenmittel. Jahrelang suchte er danach. Irgendwann gab er auf. Stattdessen beschäftigte er sich jetzt mit Pinguinen. Seine Analyse ergab, dass Pinguine ihn höchstwahrscheinlich sehen konnten. Also flog er zum Nordpol, um das zu überprüfen. Aber er hatte sich geirrt: Kein Pinguin reagierte, außer einem: Der reagierte.

Der Mann hatte eine tolle Idee: er könnte doch den Pinguin als Haustier halten. Also flog der Mann mit seinem Pinguin nach Hause. Falls jemand probierte, in das Haus einzubrechen, setzte sich sich der Mann eine Mütze auf und tat so, als sei er ein Gespenst. Die beide wurden die besten Freunde.

– Justus (6-2)