Elternbrief vom 19.07.2021

Liebe Eltern, liebe Schüler,


die letzte Schulwoche beginnt und damit endet ein ereignisreiches Schuljahr. Die letzte Schutage widmen sich vermehrt gemeinsamen Unternehmungen. So finden z. B. Exkursionen und Fahrten, aber auch kleine Feste statt. Neben inhaltlichen Schwerpunkten steht die Förderung des Klassenklimas und des Miteinanders im Vordergrund. Die Planungen dafür können über den Vertretungsplan aktuell verfolgt werden. Bitte denken Sie/denkt daran, das Essen abzumelden, falls die Veranstaltung außerhalb der Schule stattfindet.

Die Zeugnisausgabe erfolgt am 23.07.2021 in der 5.Stunde (11.40 -12.25 Uhr!). Danach ist Unterrichtsschluss. Mittagessen ist ab 12.25 Uhr möglich.

Alle Besitzer eines Spindes möchte ich daran erinnern, ihren Spind vor Ferienbeginn zu räumen und den Inhalt mit nach Hause zu nehmen. Wer keinen Spind mehr benötigt, sollte diesen bei ASTRADIRECT kündigen.

Bitte informieren Sie sich/informiert euch auch weiterhin zu den geltenden Corona-Regeln bzw. zum SMK-Blog (www.bildung.sachsen.de bzw. https://www.coronavirus.sachsen.de/amtliche-bekanntmachungen.html).

Informationen zum neuen Schuljahr erhalten Sie/erhaltet ihr in den nächsten Tagen.

An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen, auf das Schuljahr zurückzuschauen.

In den Monaten September bis Dezember konnten wir unter relativ gewohnten Bedingungen lernen und lehren. Ab 14.12. ereilte uns alle dann das häusliche Lernen. Lediglich die Oberstufe musste nur einen kleinen Zeitraum zu Hause bleiben. Im April konnten wir dann endlich wieder die Schüler in der Schule begrüßen, wenn anfangs auch nur in Halbgruppen. Mit der Aufnahme des Regelbetriebs vor einigen Woche ist dann Dank gesunkener Inzidenzzahlen
endlich wieder mehr Normalität in das Schulleben eingekehrt.

Mein kurzer Rückblick auf das Schuljahr ist leider vor allem von Corona geprägt und voll im Zeichen des zeitweiligen Ausnahmezustandes. Anders als in vergangenen Jahren können wir weniger auf interessante Schulveranstaltungen, Exkursionen, Konzerte, Projekte, Wettbewerbe usw. schauen. Vielmehr waren wir froh, in wesentlichen Teilen das Kerngeschäft von Schule, den Unterricht, durchzuführen. Und dies auch noch in oft deutlich veränderter Form.

Alle an Schule Beteiligten haben in diesem Schuljahr sehr prägende Erfahrungen gesammelt. Der fehlende Kontakt zu Mitmenschen, der hohe Grad an geforderter Selbständigkeit und die recht ungewohnten Kommunikationswege waren eine deutliche Belastung. Bestimmte Kompetenzen wurden besonders gefordert: der selbständigere Wissenserwerb, die Nutzung wenig vertrauter digitaler Kommunikation und die eigene Strukturierung des Lernens. Mit dem Wiedereinstieg in den Präsenzunterricht mussten die Übergänge gemeistert werden.

Dank motivierter Schüler, Eltern und Lehrer gelang es den allermeisten diese sehr schwierige Zeit zu meistern. Lernen beruht auf der intensiven Auseinandersetzung mit den behandelten Lernstoffen und den dazu nötigen Werkzeugen. Sehr viele Schüler haben das nötige Wissen erworben, die nötigen Kompetenzen ausgebaut und ihren Leistungsstand bei den Überprüfungen unter Beweis gestellt. Einige sind sogar unter den Corona-Bedingungen stärker geworden. Leider haben aber auch eine Anzahl von Schüler große Schwierigkeiten und weniger Lernerfolg erlebt. Bei einigen hat die Corona-Situation als Auslöser gewirkt. Bei anderen wurden die bereits bestehenden Probleme verstärkt.

Ich möchte an dieser Stelle meine Anerkennung allen engagierten Schülern, Eltern und Lehrern aussprechen. Sie haben in den letzten Monaten sehr viel geleistet und sich den besonderen Bedingungen gestellt. Erfolg ergab sich besonders dann, wenn das Aufeinanderzugehen, das gemeinsame Handeln und das sich gegenseitige Unterstützen im Mittelpunkt standen. Daraus zogen viele Motivation. Danke auch für den Zusammenhalt und das wechselsei-
tige Verständnis und Vertrauen in diesem schwierigen Jahr.

Stellvertretend möchte ich zwei Gruppen hervorheben. Der Elternrat, der stets den konstruktiven Austausch suchte, und das LernSax-Team, welches die technischen Grundlagen für das häusliche Lernen legte.

Enttäuschend waren für mich Fälle, wo Beteiligte die Ursache für Probleme immer zuerst bei den anderen suchten, getroffene Vereinbarungen unterliefen oder sich den neuen Bedingungen verweigerten.

Mit Beginn des neuen Schuljahres werden wir alle gemeinsam Anstrengungen unternehmen müssen. Einen Teil der Defizite werden wir zügig ausgleichen, mit anderen wohl länger leben müssen. Ich bin aber optimistisch, dass es uns gemeinsam gelingen wird.

Ich wünsche Ihnen/euch alles Gute.

Viele Grüße
Mario Coccejus